Privatsphäre, Datenschutz, Mündigkeit

Was soll schon passieren, wenn ich sorglos mit meinen Daten in der digitalen Welt umgehe?
“Die” können ruhig alles wissen. Ich hab nix zu verbergen.”
Wer wissen will, was dann doch so passieren kann, sollte hier weiterlesen.

Es gehört in unserer zunehmend digitalisierten Welt einfach dazu, dass wir eigenverantwortlicher und sensibler mit unseren Daten umgehen. Sie sind ein höheres Gut, als so mancher meint.

Daher habe ich hier versucht ein paar anschauliche Beispiele zusammenzutragen, wie alltägliche Aktivitäten und scheinbar harmlose Entscheidungen im digitalen Raum zu ernsthaften Problemen im realen Leben führen können.
Schreiben Sie mir gerne weitere Beispiele in die Kommentare! Je mehr, desto besser!

Meine Protagonisten hier sind durchgängig Heinz und Hilde.

Gerne möchte ich auch auf Leena Simon aufmerksam machen, die über digitale Mündigkeit auch ein Buch herausgegeben hat.
Mehr dazu finden Sie hier: https://digitalcourage.de/nichts-zu-verbergen

Identitätsdiebstahl und Finanzbetrug:
Hilde postet ein Foto ihres neuen Führerscheins auf Social Media, um ihre Freude über das Bestehen der Fahrprüfung zu teilen. Ein Identitätsdieb nutzt diese Informationen, um ein Konto in ihrem Namen zu eröffnen und einen Kredit aufzunehmen.

Phishing-Angriffe:
Heinz erhält eine E-Mail, die scheinbar von seiner Bank stammt, mit der Aufforderung, seine Kontodaten zu aktualisieren. Er klickt auf den Link und gibt unwissentlich seine Daten an Betrüger weiter, die daraufhin sein Konto plündern.

Überwachung und Profilbildung:
Hilde bemerkt, dass sie nach dem Suchen nach Fitness-Produkten online plötzlich überall Werbung für Diätpläne und Fitnessgeräte sieht. Ihre Online-Suchanfragen wurden genutzt, um ein Werbeprofil von ihr zu erstellen.

Verlust der Anonymität:
Heinz beteiligt sich an einer Online-Diskussion zu einem politisch sensiblen Thema. Seine Kommentare werden mit seinem echten Namen verknüpft und an seinem Arbeitsplatz bekannt, was zu unangenehmen Gesprächen mit Kollegen und Vorgesetzten führt.

Erpressung und Rufschädigung:
Hilde erhält eine Nachricht von jemandem, der behauptet, Zugriff auf kompromittierende Fotos von ihr zu haben und droht, diese zu veröffentlichen, wenn sie kein Geld zahlt.

Unberechtigter Zugriff durch Dritte:
Heinz nutzt ein öffentliches WLAN (z. Bsp. bei McDonalds), um sich bei seiner E-Mail einzuloggen. Hacker im selben Netzwerk fangen seine Anmeldedaten ab und erhalten Zugriff auf seine persönlichen E-Mails.

Langfristige Auswirkungen:
Vor Jahren hat Hilde in einem Online-Forum über ihre Depression gesprochen. Jetzt, bei der Bewerbung für eine neue Stelle, findet der potenzielle Arbeitgeber diese Informationen und zieht sie als Risikofaktor in Betracht, was ihren Bewerbungsprozess beeinträchtigt.