Alle Systeminfos auf einen Blick per Script – Inxi

Worum geht’s ?

Oft benötigt man auf einem Linux – System „auf die Schnelle“ mal eine ganz spezifische Info.
Beispielsweise über das installierte System, über die CPU, über den Arbeitsspeicher, LAN-Karten, Grafikkarte, Laufwerke, Partitionen, Festplattenauslastung, Netzwerkfreigaben und noch mehr.

An diese Infos kommt man natürlich von Haus aus auf der Shell mit den veschiedesten Tools oder Scripts.

Z. Bsp.:
lspci -nnk | grep VGA“ – welche Grafikkarte ist verbaut ?
„cat /proc/meminfo“ – wieviel Arbeitsspeicher ist verbaut ?

Zum einen muss man wissen, wie die Befehle sind, zum anderen bekommt man damit nicht immer eine „augenfreundliche“ Anzeige.

Auch Tools wie top oder htop zeigen (auch augenfreundlich) einige Infos an.
Aber eben nur einige.

Es gibt aber ein Tool bzw. ein Script, welches an einer zentralen Stelle eine sehr große Menge an Infos liefert.

Wie geht’s ?

(Alle Beispiele beziehen sich auf Ubuntu und seine Derivate.)

Das Tool oder Script nennt sich „INXI“ und ist auf http://smxi.org erhältlich.
Das Bash-Script bringt es aktuell auf umfangreiche 14.000 Codezeilen und sollte so ziemlich alle relevanten Bereiche abdecken.

Hier ist ein recht ausführlicher Artikel der PCWelt, den ich sehr empfehle und auf den ich mich hier auch teilweise beziehe.
http://www.pcwelt.de/ratgeber/Infos-zu-Rechner-und-Linux-Betriebssystem-mit-Inxi-9925503.html.

Installation

Zur Installation gibt es folgende Varianten:

1) Bei Debian basierten Distribution wie Ubuntu, Mint ist es über die offiziellen Paketquellen zu haben:
sudo apt-get install inxi

Es kann sein, dass das aber nicht die aktuelle Version ist.

2) Die aktuellste Version bekommen sie mit:
wget http://smxi.org/inxi –no-check-certificate

3) Da es ein Script ist, können Sie auch den Quellcode per Cut & Paste von http://smxi.org/inxi in eine lokale Scriptdatei kopieren.
Beachten Sie aber, dass das Script aus ca. 14.000 Codezeilen besteht !

Bei Variante 2) und 3) müssen Sie das Script noch ausführbar machen:
chmod +x inxi

Ebenso fehlen bei den manuellen Varianten manchmal noch Hilfsprogramme.

Überprüfen Sie, was noch fehlt mit:
inxi –recommends

Was noch fehlt, kann i. d. R. Aus den offiziellen Paketquellen nachinstalliert werden.

Benutzung:

Mit „inxi -help“ können Sie sich die zur Verfügung stehenden Schalter anzeigen lassen.
Wie Sie dann sehen, sind das jede Menge.

Einfacher geht es über die Verbose level v0 – v7. Wobei v7 die ausführlichsten Infos bietet.
Testen Sie es mal mit inxi -v7.
Dieser Parameter liefert übrigens auch die externe WAN-IP Adresse.

Wenn Sie wissen, welche Infos Sie haben möchten, dann stellen Sie sich am Besten die Schalter zusammen.
Etwa: inxi -tc5 -tm5
→ Anzeige der Top 5 Task für CPU und RAM.

Was noch ?

Über ein eigens gestricktes Script können Sie sich selbst die Bedienung von INXI ein wenig aufhübschen und vereinfachen.
Wer merkt sich schon die ganzen Parameter ?!

Hier ein simples Beispielscript, welches über „Case-Abfragen“ die von Ihnen vorgegebenen Infos abfragt.
Das eigentliche INXI-Script bleibt davon unberührt:

echo “ Auswahl der Info…“;echo „“
echo “ 00 System und Distro (inxi -SI)“
echo “ 01 Motherboard (inxi -M)“
echo “ 02 Prozessor (inxi -C)“
echo “ 03 Speicher (inxi -m)“
echo “ 99 Alle Infos (inxi -v7)“
read -p „_“ answer
echo “ “
case $answer in
00) echo „System und Distro“
inxi -SI
echo „“;echo „Systempfad: $PATH“
;;
01) echo „Motherboard“
inxi -M
;;
02) echo „Prozessor“
inxi -C
;;
03) echo „Speicher“
inxi -mI
;;
99) echo „Alle Infos“
inxi -v7 -c7
echo „“
inxi -tc3
inxi -tm3
;;
*) exit
;;
esac

Fazit:

Mit einem einzigen Script bekommt man eine riesige Bandbreite an Infos zum System.

Was man vielleicht noch wissen sollte:
Das Script wird von Google gesponsert.

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